Percussion-Geschepper im Juze.

Die Amberger Formation Triologie hat sich zum zweiten Mal im Krumbacher Juze die Ehre gegeben. Mit dabei waren neben Schlagzeug und E-Bass auch ungewöhnlichere Instrumente wie Plastikeimer oder Leitern, die dermaßen rhytmisch mit Percussion-Sticks bearbeitet wurden, dass es eine wahre Freude war. Ich habe wieder ein paar Bilder davon eingefangen. Zum Bericht vom ersten Auftritt 2015 geht es hier entlang.

Wir melden uns dann. Audiointerview mit dem Herren Polaris.

Wer nicht so gerne liest und lieber zuhört, findet auf youtube ab sofort ein Audiointerview, das ich mit dem famosen Herren Polaris führen durfte. Aufgezeichnet wurde das ganze unmittelbar vor Brunos Auftritt beim Weihnachts- und Jubiläumskonzert der Krumbacher Stubenmusik.

Wer sich erstmal nur den 15 Sekunden langen Trailer ansehen möchte, kann das hier tun:

Der Blick nach innen.

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Kein geringerer als der famose Herr Polaris war Weihnachts-Gast im Wiedemanns Keller. Im Rahmen der Krumbacher Stubenmusik hat er ein Jahresabschlusskonzert gespielt. Ich nutze die Zeit zwischen den Tagen, um euch hier ein paar Bilder und den Link zu meinem Konzertbericht für die Mittelschwäbischen Nachrichten zu kredenzen.

Von Daraa über Damaskus zum Diem.

Mohammad Albasyri stammt aus Daraa in Syrien. Er lebt seit rund 9 Monaten in Krumbach. Was ihn dazu bewogen hat, seine Heimat zu verlassen, könnt ihr in meiner Reportage in den Mittelschwäbischen Nachrichten lesen. Hier geht es zur Online-Fassung.

Vielen Dank an Khaled Fahed fürs Dolmetschen.

 

Foto: Mohammad Albasiry/Khaled Fahed.

 

 

Es weihnachtet sehr.

Ich wünsche Euch allen ein frohes Fest mit der üblichen Völlerei im Kreise eurer Lieben. Wenn ihr Euch dann noch bewegen könnt, wäre beispielsweise der Krumbacher Wiedemanns-Keller am Freitag eine gute Wahl für einen Christmas-Ausflug. Nen Christbaum zum Loben gibts zwar nicht, aber die Conny hortet für durstige Kehlen ja auch gegen Bares den einen oder anderen leckeren Likör.

Übrigens: Mich gibts jetzt auch auf Instagram.

Wie schön ist das eigentlich?

 

Kofelgschroa in Krumbach.

Mit stoischer Gelassenheit und bajuwarischer Coolness vorgetragen, wiederholen sich zur von Alphorn und Akkorden gemalten Alpen-Melancholie wieder und wieder dieselben magischen Zeilen: „Die Wäsche trocknet an der Sonne. / Die Wäsche trocknet auch am Wind. / Die Wäsche trocknet auch am Licht. / Wie schön ist das eigentlich?“

Man würde die Schönheit der Reduktion in ihren Liedern preisen – wenn ein Wort wie „Reduktion“ auf Kofelgschroa angewandt nicht so deplaziert wirken würde. Authentizität ist ein Wort, dass viele moderne Musiker in diesen Tagen für sich in Anspruch nehmen. Aber kaum ein Künstler ist so wenig affektiert wie die vier Alpenhippies aus Oberammergau. Keine Hipsterbärte, keine engen Jeans und keine Jutebeutel. Stinknormale Alltagsklamotten und in Interviews eine höchst symphatische bayerische Maulfaulheit. Durch ihre schiere Präsenz karikieren sie den krakelenden Marketing-Medienbetrieb. Tenorhorn statt Targeting.

Bezeichnend ist diese kleine Legende: Kofelgschroa wurden vom großen, etablierten on3 Festival für einen Auftritt angefragt. Karten dafür sind sehr begehrt und ruck-zuck ausverkauft. Die Antwort der Oberammergauer: „Na, mir ham an Auftritt, und danach wolln mer noch zamsitzen und a Bier trinkn.“
Die Herren nehmen sich selbst nicht zu wichtig und erfreuen sich lieber der Schönheit des Daseins, die sie in ihren morbid-munteren Texten feiern. Simple Worte, tiefgründig aneinandergereiht, tummeln sich inmitten gleichermaßen schlichter wie eingängiger Melodien, die Bilder von gemütlichen Alpenlandschaften malen und so eine Stimmung irgendwo zwischen Alpen-Idyll und kritisch-trotziger Querköpfigkeit erzeugen – als würden Karl Valentin und Gerhard Polt eine Stubenmusik auf einer einsamen Alm sprengen.

Nach dem erfolgreichen Film „Frei.Sein.Wollen“, der Maxi, Martin, Michael, Matthias und ihre ureigenen Perspektiven gekonnt einfängt, hat das Quartett nun seinen zweiten Longplayer im Gepäck. Song-Perlen wie „Zehnminutentakt“ knüpfen da an, wo das Debütalbum aufgehört hat. Organisiert vom subKult-Team, kommen die Jungs am 12. Dezember in den Krumbacher Stadtsaal. Wie schön ist das eigentlich?

Termin: Samstag 12.12.2015
Veranstaltungsort: Stadtsaal Krumbach
Einlass: 19.00 Uhr
Beginn: 20.00 Uhr
Preis Vorverkauf: 17,- Euro
Preis Abendkasse: 19,- Euro
Vorverkaufsstellen:
Sparkasse Krumbach, Marktpatz 2, Krumbach
Bücher Thurn, Karl-Mantel-Str. 3, Krumbach
Café Fahrenschon, Fürst-Fugger-Str. 19, Babenhausen
Musikbar on the rocks, Hofgasse 3, Günzburg
Weitere Infos auf http://www.facebook.com/kru.subkult

Zur Facebook-Veranstaltung.

 

Diesen Pressetext habe ich für das anstehende Kofelgschroa-Konzert von subKult im Krumbacher Stadtsaal verfasst.

Tea Time auf Türkisch.

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Neulich in Feuerbach. Jeden Donnerstag warte ich an der selben Stelle auf meine Mitfahrgelegenheit nach Ulm. An jenem winterlich kalten Abend hatte die Dame etwa zehn Minuten Verspätung – nicht ungewöhnlich angesichts der geradezu lächerlich überlasteten Stuttgarter Strassen. Während der unangenehme Wind erfolgreich Wege suchte, meine wärmende Jacke zu durchdringen, studierte ich die an jedem Strassenlaternenpfahl auffindbaren Aufkleber und das darauf enthaltene Angebot an systemkritischen Botschaften. Auch einer kleinen Plakatwand mit großformatigen Ankündigungen diverser türkischer Kulturveranstaltungen widmete ich ein wenig Aufmerksamkeit, ohne jedoch viel mehr als „biletler“ oder „euro“ zu verstehen.

Eine knappe Viertelstunde verbrachte ich auf diese umspektakuläre Weise. Völlig unerwartet stand plötzlich ein älterer Herr vor mir. In der Hand hielt er türkischen Cay im typischen Glas. „Komme rein, viel zu kalt zum draussen Stehen.“, erläuterte er, während er mir das heisse Getränk in die Hand drückte. Offenbar war der Mann Inhaber oder Geschäftsführer des türkischen Imbisses, vor dem ich jede Woche einige Minuten rumlungere. Ich folgte ihm und nahm Platz. Als ich bezahlen wollte, antwortete er nur mit einem entschlossenen „Bezahlen nicht nötig“.

Diese Art von Empathie vermisse ich bei den besorgten Bürgern, die so gerne Stolz auf Deutschland sein wollen.

Backe, backe, Kuchen…

Nun bin ich nicht gerade bekannt für mein Talent, kulinarische Köstlichkeiten zuzubereiten. Mein Brötchengeber online-druck.biz auch nicht – aber in der Digitaldruckerei versteht man sich darauf, Bücher herzustellen. Eines der in Krumbach gedruckten Werke ist das sehr hübsche und mit orginellen Rezepten prall gefüllte „Backen mit Olivenöl“ von Sonja Roost-Weideli. Meine Eindrücke zu diesem Buch könnt ihr jetzt im online-druck.biz-Blog nachlesen.